Informationen über vergangene Zeiten im Quran
Haman und alte ägyptische Inschriften
Der Prophet Moses und die Teilung des Meeres
Das Unglück, das Pharao und seinen engeren Kreis trifft
Die Erwähnung des Propheten Moses als Zauberer
Das Wort "Pharao" im Quran
Die Stadt Iram
Sodom und Gomorra
Das Volk Saba und die Arimflut
Das Volk Hijr
Einer der Menschen, der im Quran zusammen mit Pharao erwähnt wird, ist Haman. Er wird an sechs unterschiedlichen Stellen des Quran als einer der nähsten Männer zu Pharao genannt.
Überraschenderweise wird der Name von Haman in jenen Kapiteln der Thora, die die Lebensdauer von Moses erwähnen, nie genannt. Jedoch findet sich die Erwähnung von Haman in den letzten Kapiteln des alten Testaments als der Helfer eines babylonischen Königs, der ungefähr 1.100 Jahre nach Moses den Juden viele Grausamkeiten zugefügt hat.
| Ägyptische Bauarbeiter Bis zum 19. Jahrhundert, als die Hieroglyphenschrift schließlich entziffert wurde, war der Name "Haman" unbekannt. Mit der Entzifferung der Hieroglyphen wurde klar, dass Haman am Hofe Pharaos ein wichtiger Mann gewesen ist, nämlich der "oberste Aufseher der Steinbrüche". Was hier Beachtung verdient, ist, dass nach dem Quran Haman mit der Durchführung von Bauprojekten unter Pharaos' Befehl beauftragt war. Das bedeutet, der Quran gab seinerzeit eine Information preis, deren Kenntnis sonst unmöglich gewesen wäre. |
Das Geheimnis der ägyptischen Hieroglyphen wurde 1799 durch die Entdeckung des nach der ägyptischen Hafenstadt Rosette benannten Rosette-Steins gelöst (Stein der Rosette). Der Text auf dem Stein war in drei verschiedenen Sprachen abgefasst, was es ermöglichte, die Hieroglyphen zu entziffern. Die Sprachen waren ägyptisch, demotisch (eine simplifizierte Form der Hieroglyphenschrift, die von einfach gebildeten Leuten benutzt wurde) und griechisch. Die Verwendung der griechischen Sprache war es letztenendes, die die Entzifferung der alt-ägyptischen Schrift ermöglichte. Der Franzose Jean-François Champollion übersetzte die Schriftzeichen, und so kam eine tote Sprache ans Licht, zusammen mit einem Abschnitt der Geschichte, der bis dahin verborgen geblieben war. Nun war es möglich, dass die Zivilisation des alten Ägypten mit ihrer vollständig andersartigen Religion und sozialen Struktur vor unseren Augen wieder aufleben konnte.
Dank der Entzifferung der Hieroglyphenschrift erhalten wir auch zu unserem Thema eine wesentliche Information: Haman wurde tatsächlich in den alten ägyptischen Texten erwähnt. Der Name ist Teil einer Inschrift auf einem Monument, das heute im Hof-Museum in Wien ausgestellt ist. Auch diese Inschrift betont, dass Haman Pharao sehr nahe gestanden haben muss.95 In dem Nachschlagewerk "Die Ägyptischen Personennamen, Verzeichnis der Namen", das auf der Auswertung aller vorhandener Schriftrollen beruht, ist Haman als "oberster Herr über die Arbeiter in den Steinbrüchen" beschrieben.96
Im Gegensatz zu anders lautenden Behauptungen hat Haman tatsächlich zu Moses' Zeiten in Ägypten gelebt, exakt den Angaben im Quran entsprechend. Der Quran bezeichnet ihn als einen Mann aus Pharaos' nächster Umgebung, der für Bauprojekte verantwortlich war.
In ganz ähnlicher Weise stimmt der Vers, der uns überliefert, wie Pharao Haman anweist, einen Turm zu bauen, mit diesen Feststellungen der Archäologie überein:
Die ägyptischen Könige, die als Pharao bekannt sind, sahen sich selbst entsprechend der polytheistischen abergläubischen Religion des alten Ägypten als Götter an. Allah hat zu der Zeit, als das ägyptische Volk einen Aberglauben anstelle der wahren Religion angenommen hatte und die Kinder Israels versklavte, ihm den Propheten Moses gesandt.
Doch die alten Ägypter - vor allem Pharao und sein engerer Kreis - haben trotz der Einladung des Propheten Moses zur wahren Religion ihren heidnischen Glauben nicht aufgegeben. Der Prophet Moses hat Pharao und seinem Umfeld erklärt, was sie vermeiden sollen und hat sie vor Allahs Qual gewarnt. Trotzdem haben sie sich dagegen aufgelehnt und den Propheten Moses der Verrücktheit, der Zauberei und der Lüge beschuldigt. Obgleich Pharao und sein Volk durch zahlreiches Unglück geprüft wurden, haben sie sich Allah nicht hingegeben und Ihn nicht als den einzigen Gott angesehen. Sie versuchten sogar, Moses aus Ägypten zu vertreiben, indem sie ihn für dieses Unglück verantwortlich machten. Doch Allah hat den Propheten Moses und die mit ihm gläubig waren gerettet und Pharao und sein Volk vernichtet. Im Quran wird diese Hilfe von Allah folgendermaßen erwähnt:
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Vom Oberaufseher der Bücher des Wächters über den weißen Raum des Palastes Amenamonie an den Gehilfen Penterhor:
Wenn dieser Brief dich erreicht und wenn du ihn genau gelesen hast, dann ergebe dich wie ein Blatt in einem Wirbelsturm dem größten Kummer, einem dein Herz schmerzendes Unglück, dem Desaster des ertränkenden Strudels...
... Leid, gewaltsamer Zwang hat ihn plötzlich gefangen genommen. Ein Schlaf im Wasser hat den Ruhmvollen in etwas Bedauernswertes verwandelt... Stelle dar den Tod der Anführer, den Tod des Herrn der Völker und des König der Osten und der Westen...97
Die Ereignisse, die im Quran bezüglich der Vergangenheit mitgeteilt werden, werden heutzutage mit geschichtlichen Beweisen belegt. Dies ist ein weiteres Wunder des Quran.
Pharao und sein engerer Kreis waren von ihren polytheistischen Systemen, ihrem heidnischen Glauben so abhängig, dass sogar die Wunder des Propheten Moses sie von diesen Aberglauben nicht abbringen konnten.
| Am Beginn des 19. Jahrhunderts wurde in Ägypten ein Papyrus gefunden, das zur Periode des Mittleren Königreichs gehört. Dieses Papyrus wurde im Jahr 1909 im Holland Museum in Leiden von A. H. Gardiner übersetzt. Das vollständige Papyrus befindet sich in einem Buch namens Admonitions of an Egyptian from a Heiratic Papyrus in Leiden (Ermahnungen eines Ägypters aus einem Papyrus in Leiden). Im Papyrus werden die großen Veränderungen in Ägypten, die Hungersnot, die Dürre, die Flucht der Sklaven aus Ägypten und die Morde im ganzen Land beschrieben. Das Papyrus wurde von einem Ägypter namens Ipuwer geschrieben und aus den Erklärungen wurde klar, dass er Zeuge dieser Ereignissen war.104 Dieses Papyrus ist eine Handschrift, die das bedeutungsvolle Unheil, die Vernichtung von Pharao und seines Volkes erklärt. |
Die Kette des Unheils, die das ägyptische Volk getroffen hat, stimmt mit den Informationen über die Hungersnot und das Blut, worüber uns der Quran informiert, völlig überein.98 Das Unglück, das Allah im Quran erklärt, wurde in den Papyri von Ipuwer wie folgt beschrieben:
Die Unglücke haben sich im ganzen Land verbreitet. Überall gibt es Blut.99
Der Fluss war voll mit Blut.100
Also alles, was ich gestern gesehen habe, wurde vernichtet. Die Erde ist völlig nackt wie geerntet.101
Der untere Teil von Ägypten wurde vollkommen zerstört. Der ganze Schloss war verlassen. Alles, was besessen wurde: Weizen und Gerste, Gänse und Fische102
Tatsächlich wurde die Ernte überall zerstört103
Der Boden trotz der ganzen Unordnung und Durcheinander... 9 Tage lang gab es keinen Ausgang aus dem Schloss und niemand konnte das Gesicht dieser Person sehen... Die Städte wurden durch heftige Angriffe dem Erdboden gleichgemacht. Der obere Teil von Ägypten wurde völlig zerstört. Überall gab es Blut. Im Land tauchten epidemische Krankheiten auf. Heute kann wirklich niemand zum Norden Byblos gehen. Was werden wir für unsere Mumien machen?... Das Gold verringert sich.105
Die Menschen fürchten sich sogar vor Wasser. Sie hatten immer wieder Durst, nachdem sie Wasser getrunken haben.106
Also, hier ist unser Wasser! Unser Glück! Was können wir machen? Alles wurde geplündert.107
Die Städte wurden abgerissen. Das obere Teil von Ägypten hat ausgetrocknet.108
Die Bevölkerungsorte wurden in einigen Minuten zerrüttet. 109
Dass in einem Papyrus, von dem wir erst im 20. Jahrhundert erfahren haben, das Unglück, das Pharao und sein Volk getroffen hat, so offen erwähnt wird, zeigt uns nochmals, dass der Quran aus einer heiligen Quelle stammt.
In Papyri, die zu Pharaos Zeiten gehören, wurde der Prophet Moses als "Zauberer" erwähnt. (Die in Frage stehenden Papyri befinden sich im Britischen Museum in London.) Trotz ihrer Bemühungen konnten Pharao und seine Anhänger dem Propheten Moses niemals überlegen sein.
| Pharaos' Magier waren Autoritäten auf Gebieten, die von der Medizin bis zur Astronomie reichten. Sie nutzten ihr Prestige um die öffentliche Meinung in Pharaos' Sinn zu beeinflussen, hauptsächlich, um die Tyrannei Pharaos' zu untermauern. Hier ein Relief mit den Magiern, wie sie die Welt auf ihren Händen tragen. |
Es wird im Quran mit diesen Versen der Sure az-Zukhruf mitgeteilt, dass vom Propheten Moses als "Zauberer" gesprochen wurde:
Im Quran wird, wenn vom ägyptischen König gesprochen wird, das arabische Wort "al Melik" verwendet, das die Bedeutungen von "Herrscher", "König" und "Sultan" hat:
| Also erzählen Wir dir Geschichten von dem, was sich früher ereignet hatte. Und dabei lassen Wir dir manche Ermahnung von Uns zukommen. Wer sich von ihr abwendet, wird am Tage der Auferstehung eine (schwere) Last tragen. (Sure 20:99, 100 - Ta Ha) |
In der Enzyklopädia Britannica wird erklärt, dass das Wort "Pharao" eine Bezeichnung war, die seit dem neuen Königreich (beginnt mit der 18. Dynastie; 1539-1292 v.Chr.) bis zur 22. Dynastie (945-730 v.Chr.) verwendet wurde, jedoch vorher nicht in Gebrauch war. Auch in der Enzyklopädia Academic American wird angegeben, das die Bezeichnung "Pharao" erst ab Beginn des neuen Königreichs verwendet wurde.
Wie ersichtlich ist, wurde das Wort "Pharao" von einem bestimmten Datum an verwendet. Dass der Quran zwischen der Bezeichnung "König", die zu Zeiten des Propheten Joseph in Gebrauch war, und der Bezeichnung "Pharao" zu Moses' Zeiten genau unterscheidet, beweist erneut, dass er Allahs' Wort ist.
Anfang der neunziger Jahre erschienen weltweit angesehene Zeitungen mit Überschriften wie "Fabelhafte arabische Stadt wurde entdeckt", "Legendäre arabische Stadt wurde entdeckt", "Die Atlantis im Sand: Ubar" und gaben damit einen sehr wichtigen archäologischen Fund bekannt. Die Bedeutung dieses Fundes wurde dadurch, dass der Name auch im Quran auftaucht, um so wichtiger. Viele Menschen, die bis dahin der Ansicht waren, dass die im Quran erwähnte Stadt `Ad nur Legende sei oder nie ausfindig gemacht werden könnte, konnten nach diesem neuen Fund ihr Erstaunen nicht verheimlichen. Der Amateur-Archäologe Nicholas Clapp, hat die im Quran erwähnte Stadt entdeckt.
| In der obigen Satellitenfotografie ist ein Ausschnitt von Jordanien im Nordwesten der Arabischen Halbinsel zu sehen. Auf den Fotos, der Stadt Ubar, die die NASA im Jahr 1992 aus dem Weltraum aufgenommen hat, sind Spuren antiker Karawanenstrassen in den Wüsten zu sehen. Das Volk 'Ad, über dessen Existenz im Quran vor 1400 Jahren berichtet wurde, wurde erst mit den technologischen Hilfsmittel unserer Zeit als ein weiteres Wunder des Quran nachgewiesen. |
Der englische Forscher Thomas gibt in seinem Werk detaillierte Informationen über diese glücklichen Völker und behauptet, die Spuren einer von ihnen gegründeten Stadt, gefunden zu haben. Es war eine Stadt, die die Beduinen "Ubar" nannten. Bei einer Expedition in die genannte Region hatten die in der Wüste lebenden Beduinen ihm einen Fußpfad gezeigt und ihm gesagt, dieser schmale Weg führe zu einer sehr alten Stadt, die Ubar hieße.
Thomas starb, bevor er seine Forschungen zu Ende führen konnte. Clapp, der sein Werk studierte, glaubte an die verlorene Stadt und leitete eigene Forschungen ein. Er versuchte auf zwei Wegen die Existenz von Ubar zu beweisen. Zuerst ging er den Spuren nach, die ihm die Beduinen gezeigt hatten. Dann wandte er sich an die NASA, Satellitenbilder dieser Region zu machen. Später machte er sich daran, die antiken Niederschriften und Landkarten, die sich in der Huntington Bibliothek in Kalifornien befinden, zu studieren. Er versuchte, eine antike Landkarte der Region zu finden. Er fand eine Karte von Ptolemäus, einem ägyptisch-griechischen Geographen, die im zweiten Jahrhundert n.Chr. gezeichnet worden war. Auf der Landkarte waren eine alte Stadt und Wege zu sehen, die zu dieser Stadt führten. In der Zwischenzeit hatte die NASA die gewünschten Photos geliefert. Auf ihnen waren Spuren von Wegen zu sehen, die man nur mit Hilfe von Satellitenaufnahmen als ein Ganzes erkennen konnte, also auf der Erde nicht festzustellen waren. Clapp verglich diese Aufnahmen mit den antiken Landkarten und fand, dass sie identisch waren. Die Wege führten zu einer großen Siedlung, die früher eine antike Stadt gewesen sein muss.
Nun konnte diese legendäre Stadt, die in den mündlich überlieferten Geschichten der Beduinen häufig erwähnt wurde, ausfindig gemacht werden. Man fing mit den Ausgrabungen an und fand unter den Sanddünen die Überreste einer alten Stadt. Daher wurde diese Stadt auch "Ubar: Atlantis im Sand" genannt.
Es stellt sich die Frage, wie man sich sicher sein konnte, dass diese alte Stadt dem im Quran erwähnten Volk `Ad zuzuordnen war. Schon kurz nach Beginn der Grabungen stellte sich heraus, dass diese Stadt, mit der im Quran erwähnten Stadt identisch war. Die ausgegrabenen Säulen gehörten zum Volk `Ad und Iram. Bei den Ausgrabungen stieß man auf lange Säulen, von welchen schon der Quran berichtet hatte. Auch Dr. Juris Zarins, ein Mitglied der Forschungsgruppe betonte, dass diese langen Säulen ein besonderes Merkmal dieser Ausgrabungen seien. Das hieß, dass diese Stadt mit der im Quran erwähnten Stadt Iram identisch ist, der Stadt des Volkes `Ad. Allah berichtet im Quran folgendermaßen:
| Überblick auf die Berge um den Lot-See |
| Auch Pompei erlitt ein ähnliches Ende. In den obigen Bildern sind die antiken Städte um den Vesuv herum zu sehen. Auf diesen Bildern ist klar und deutlich zu erkennen, was für ein luxuriöses und pompöses Leben das Volk von Pompeji führte. Der mumifizierte Körper links stammt aus den Ruinen von Pompeji. |
In dieser Region gab es ein furchtbares Erdbeben, begleitet von Explosionen, Blitzschlägen, Bränden und Gasaustritten. Mit dem Tal von Siddin wurden somit auch die Städte von Lots Volk, Sodom und Gomorra, begraben. Durch das Erdbeben wurden erloschene Krater unter der Erdoberfläche freigelegt. In der Hochebene der Scheria findet man noch heute erloschene Krater. Hier befinden sich auf Kalkschichten riesige Mengen Lava und Basaltschichten.112
Diese Lava- und Basaltschichten sind eindeutige Beweismittel, dass hier ein Vulkanausbruch stattgefunden hat. Der Lot-See, besser bekannt als das Tote Meer, befindet sich in einer aktiven seismischen Region, die eine Erdbebenzone bildet:
| Dem Herrn der Himmel und der Erde und was zwischen beiden ist. Wenn ihr doch nur daran fest glauben würdet! Es gibt keinen Gott außer Ihm. Er macht lebendig und Er lässt sterben - euer Herr und der Herr euerer Vorfahren. (Sure 44:7, 8 - ad-Dukhan |
Die technische Seite der Katastrophe, die Lots Volk vernichtet hat, kann aus den Forschungsergebnissen der Archäologie entnommen werden. Demnach ist das Erdbeben, das Lots Volk vernichtete, durch einen länglichen Fall der Erde zu Stande gekommen: Der Fluss Sheria hat ein 190 km langes Flussbett, das insgesamt 180 Meter tief abfällt. Diese Tatsachen und dass das Tote Meer 400 Meter tiefer als der Meeresspiegel der Ozeane liegt, zeigen, dass hier einst ein riesiges geologisches Ereignis stattgefunden hat.
Die interessante Struktur des Sheria Flusses und des Toten Meeres sind nur ein kleiner Teil einer sehr langen Erdspalte. Lage und Länge dieser Erdspalte wurden vor kurzem festgestellt. Sie beginnt am Rand des Taurusgebirges und erstreckt sich in südlicher Richtung über den Südrand des Toten Meeres und durch die arabische Wüste in den Golf von Akaba. Von dort aus zieht sie sich weiter über das Tote Meer nach Afrika, wo sie endet. Auf dieser Route müssen heftige Vulkanausbrüche stattgefunden haben. Denn auf den Galiläa Höhenzügen in Palästina, auf den Hochebenen von Jordanien, im Golf von Aqaba und an weiteren Orten in der Region finden sich schwarzer Basalt und Lava.
All diese Überreste und die geographischen Gegebenheiten sind Beweise dafür, dass am Toten Meer ein bedeutendes geologisches Ereignis stattgefunden hat.
Das Magazin National Geographic berichtet in seiner Dezemberausgabe von 1957 über dieses Ereignis:
Die Höhen von Sodom steigen in Richtung des Toten Meeres an. Bisher konnte niemand herausfinden, wo sich die verschwundenen Städte Sodom und Gomorra befanden. Wissenschaftler sind der Meinung, dass diese Städte gegenüber den Felsen der Siddimebene lagen. Höchstwahrscheinlich wurden sie infolge eines Erdbebens vom Toten Meer überschwemmt.114
Eine der Informationen über die zerstörten Städte ist, dass sie sich an einer der Haupt-Handelswege befanden, wie auch in der Sure 15:74-77 angegeben wird. Geographen haben festgestellt, dass dieses Gebiet an einer Haupt-Reiseroute im Südosten des Totes Meeres liegt, die von der Arabischen Halbinsel bis nach Syrien und Ägypten führt.
| Überreste des Ma'rib Tempels |
Der Staat Saba besaß eine der stärksten Armeen der Region, die dem Staat eine imperialistische Politik ermöglichte. Saba war mit seiner hoch entwickelten Kultur und Armee eine Supermacht. Die mächtige Armee wird auch im Quran erwähnt. Wie hoch das Selbstbewusstsein dieser Armee war, zeigt uns eine Aussage der Armeekommandeure, die im Quran überliefert ist. Sie sagen der Königin von Saba:
Die Höhe der Talsperre betrug 16 Meter, die Breite 60 Meter und die Länge 620 Meter. Das Areal, das durch die Talsperre bewässert werden konnte, war 9600 Hektar groß, wovon 5300 Hektar in der Südebene lagen, der Rest in der Nordebene. In den Inschriften von Saba werden diese beiden Ebenen auch als "Ma'rib" oder "die beiden Ebenen" erwähnt. Wahrscheinlich möchte der Quran mit der Aussage "von rechts und links zwei Gärten" auf die prächtigen Weinberge und Gärten dieser beiden Ebenen hinweisen. Dank der Talsperre und der Bewässerungsanlagen galt das Gebiet als das best bewässerte und fruchtbarste Gebiet im Jemen. Der Franzose J. Holevy und der Österreicher Glaser haben durch Dokumentenfunde bewiesen, dass die Ma'rib-Sperre seit uralter Zeit existiert. In den Dokumenten, die im Himer-Dialekt geschrieben worden sind, steht, dass das Land dank dieser Talsperre fruchtbar wurde.
Die Talsperre musste im 5. und 6. Jahrhundert n. Chr. umfangreichen Reparaturen unterzogen werden, sie konnten jedoch den Dammbruch der Talsperre im Jahre 542 n.Chr. nicht verhindern. Er führte zur "Arimischen Überschwemmung", von der uns auch der Quran berichtet, und richtete weit gehende Verwüstungen an. Die Weinberge, Gärten und die Felder, die das Volk von Saba seit Jahrhunderten bewirtschaftet hatte, wurden gänzlich vernichtet. Nach dem Einsturz der Talsperre geriet das Volk von Saba in einen plötzlichen Verfallsprozess. Am Ende dieses Prozesses, der mit dem Einsturz der Talsperre beginnt, ging auch der Staat von Saba zugrunde.
Die oben erwähnten historischen Tatsachen und die Quranverse stimmen überein. Archäologische Funde und die Geschichte bekräftigen, was wir im Quran lesen. Das Volk von Saba, die Warnungen des Propheten missachtend und undankbar für die Gaben Gottes, wird von einer furchtbaren Überschwemmung heimgesucht. Der Quran beschreibt dies wie folgt:
| Die Talsperre Ma'rib, deren Trümmer oben und auf der folgenden Seite zu sehen sind, war eines der wichtigsten Bauwerke des Volkes von Saba. Mit der Arimischen Überschwemmung, von der im Quran erzählt wird, ist die Talsperre eingestürzt und die Felder sind überschwemmt worden. Dadurch wurde Saba innerhalb kürzester Zeit wirtschaftlich dermaßen geschwächt, dass es unterging. |
Das Wort "arim", das im Text als Begriff (Seyl-ül-Arim) vorkommt, hat sich von dem Wort "arimen" abgeleitet und bedeutet in der südarabischen Sprache "die Talsperre, Sperre". In den Ruinen, die in den Ausgrabungen im Jemen an den Tag gebracht worden sind, wurde dieses Wort oft in dieser Bedeutung gebraucht. In einer Inschrift, die Jemen's äthiopischer Herrscher Ebrehe (Abraha) nach der Reparatur der großen Sperre Ma'rib 542 und 543 n. Chr. schreiben ließ, wurde dieses Wort wieder in der Bedeutung "Talsperre", "Sperre" gebraucht. Seyl-ül Arim bedeutet in diesem Fall "Überschwemmung, die durch den Einsturz einer Sperre zustande gekommen ist."
"Sie aber wandten sich ab. Da sandten Wir über sie die Flut des Dammbruchs und verwandelten ihre beiden Gärten in zwei Gärten mit bitteren Früchten und Tamarisken und ein paar Lotosbäumen." (Sure 34:16 - Saba). Das heißt, infolge der Überschwemmung, die nach dem Einsturz der Sperre (Talsperre) zustande gekommen ist, wurde das ganze Land zerstört. Aus dem Land, das früher wie ein Garten aussah, ist eine Ruine geworden, auf der nun wilde Kräuter wuchsen und außer kirschähnlichen Früchten der kleinen Bäume nichts Essbares mehr zu finden war.115
| Schon vor euch hat sich vieles ereignet. So durchwandert die Erde und seht, wie das Ende derer war, welche (die Wahrheit) der Lüge ziehen. (Sure 3:137 - Al-'Imran) |
Dass so eine Talsperre vorhanden war und sie mit ihrem Einsturz die ganze Stadt zerstörte, beweist, dass die Beschreibung im Quran, die über die Besitzer der Gärten gegeben wird, richtig ist und dass sich diese Geschehnisse tatsächlich ereignet haben.116
Nach der Katastrophe, die mit der Arimischen Überschwemmung kam, verwandelte sich das Gebiet langsam in eine Wüste und mit der Vernichtung der Landwirtschaft ging auch die wichtigste Einnahmequelle des Volkes verloren. Das Volk, das den göttlichen Aufruf zum Glauben und zur Dankbarkeit nicht befolgte, wurde mit dieser Katastrophe bestraft.
| Auf den Bildern sieht man einen Teil der Ruinenstätte der Petraebene. |
Die älteste Quelle, die über die Thamud berichtet, ist die babylonische Staats-Chronik, in der vom Sieg über dieses Volk unter der Führung des babylonischen Königs Sargon II in Nordarabien erzählt wird (8. Jahrhundert v.Chr.). Auch die Griechen berichten über dieses Volk in den Werken von Aristoteles, Ptolemäus und Plinius, unter dem Namen "Thamudaei". Ungefähr 400-600 Jahr n.Chr., also noch vor dem Propheten Muhammad (s.a.w.s), verschwinden die Spuren dieses Volkes.
Heute kann man in Jordanien, in der Petraebene die Kunstwerke dieses Volkes bewundern. Im Quran wird ebenfalls über die Begabung der Thamud auf dem Gebiet der Baukunst berichtet.