| |
Während diese grundlegende Anschauung der materialistischen Philosophie das Universum als eine unbewegliche, unveränderliche Ansammlung der Materie erklärte, bestritt sie die Existenz eines Schöpfers. Doch Wissenschaft und Technologie, die sich im 20. Jahrhundert entwickelten, widerlegten Konzepte wie das statische Modell des Universums, auf dass sich die Materialisten stützten.
Heute, zur Jahrtausendwende hat die moderne Physik durch zahlreiche Experimente, Beobachtungen und Berechnungen bewiesen, dass das Universum einen Anfang gehabt hat, dass es mit dem Urknall aus dem Nichts entstanden ist.
Außerdem ist festgestellt worden, dass das Universum nicht unbeweglich und unveränderlich ist, sondern dass es sich ständig verändert und sich ausdehnt.
Im Quran wird die Entstehung des Universums folgendermaßen erklärt:
| Die empfindlichen Sensoren des COBE-Satelliten, der von der NASA 1992 in Betrieb genommen wurde, fanden überzeugende Reste des Urknalls. Diese Entdeckung dient als Beweis für die Richtigkeit der Urknalltheorie, die besagt, dass das Universum aus dem Nichts entstanden ist. |
| Edwin Hubble mit seinem riesigen Teleskop |
| Georges Lemaitre |
Der russische Physiker Alexander Friedmann und der belgische Astrophysiker George Lemaitre haben zu Beginn des 20. Jahrhunderts berechnet, dass das Universum sich ständig bewegt und ausdehnt.
1929 wurde diese Tatsache auch durch Beobachtungen nachgewiesen. Der amerikanische Astronom Edwin Hubble machte am Mount Wilson Observatorium in Kalifornien eine der größten Entdeckungen der Astrophysik. Als Hubble mit einem riesigen Teleskop den Himmel untersuchte, stellte er fest, dass jeder Stern in Abhängigkeit von seiner Entfernung und der Geschwindigkeit, mit der er sich durchs All bewegt, Licht ausstrahlt, das im roten Bereich des Farbspektrums angesiedelt ist. Diese Entdeckung rief in der wissenschaftlichen Welt große Aufregung hervor. Die von Hubble entdeckte Erscheinung besagt, dass die Spektrallinien der Galaxien umso stärker nach dem roten Ende des Spektrums verschoben sind, je weiter sie entfernt sind. Da man dies mit dem Doppler-Effekt erklärt, bedeutet der inzwischen nach ihm benannte Hubble-Effekt, dass sich alle Sternsysteme vom Zentrum der Milchstraße entfernen. Diese Fluchtbewegung ist umso größer, je weiter die Objekte von diesem Zentrum entfernt sind.
| Das Universum dehnt sich seit dem Urknall mit großer Geschwindigkeit aus. Wissenschaftler vergleichen das sich ausdehnende Universum mit der Oberfläche eines Luftballons. |
Man kann sich das Universum als einen Luftballon vorstellen, auf den man mit einem Filzschreiber zahlreiche schwarze Punkte gemalt hat. Während das Universum sich ausdehnt, entfernen sich alle Objekte in ihm voneinander, wie die Punkte auf der Ballonoberfläche, wenn der Ballon aufgeblasen wird. Diese Tatsache war schon früher theoretisch entdeckt worden. Albert Einstein, der als der größte Wissenschaftler des 20. Jahrhunderts angesehen wird, hatte durch seine Berechnungen festgestellt, dass das Universum nicht statisch sein konnte. Er hat diese Entdeckung jedoch nicht veröffentlicht, um zum statischen Modell des Universums, das generell akzeptiert wurde, nicht im Widerspruch zu stehen. Einstein sollte dieses Verhalten später als "den größten Fehler seiner Karriere" bezeichnen. 2
Der Quran erklärte diese Zusammenhänge bereits vor Jahrhunderten, als all dies noch vollkommen unbekannt war. Doch der Quran ist das Wort Allahs, des Schöpfers und Herrschers des Universums.
Wie wir im vorangegangenen Kapitel erwähnt haben, hat das Universum mit dem Urknall begonnen, und seit diesem Zeitpunkt dehnt es sich aus. Die Ausdehnung wird jedoch wegen der Gravitationskräfte eines fernen Tages zum Stillstand kommen und die Bewegung wird sich umkehren, was zur Folge haben wird, dass das Universum in sich selbst zusammenstürzt. Das sich zusammenziehende Universum wird schließlich unter der Konzentration der Gravitationskräfte mit einer sehr hohen Temperatur in einem winzigen Punkt enden, in dem die gesamte Masse des Universums konzentriert ist. Dieses Endstadium des Universums wird "Big Crunch" genannt. Dies bedeutet selbstverständlich, dass alles Leben aufhören wird, zu existieren. 3
Der Quran weist darauf folgendermaßen hin:
Heutzutage können Wissenschaftler die Entstehung der Sterne aus einer heißen Gaswolke genau beobachten. Die Entstehung aus heißem Gas gilt auch für die Schöpfung des Universums. Im Quran wurde die Schöpfung des Universums beschrieben mit Versen, die diese wissenschaftlichen Entdeckungen bestätigen:
Es ist ein Wunder, dass der Quran eine solche Information bezüglich der Schöpfung des Universums mitteilt.
Ein anderer Quranvers über die Erschaffung der Himmel ist der folgende:
| Die zeichnerische Darstellung des Urknalls. Der Urknall, der wiederholt aufzeigte, dass Allah das Universum aus dem Nichts erschuf, ist eine Theorie, die wissenschaftlich bewiesen worden ist. Einige Wissenschaftler versuchten, alternative Theorien anstelle des Urknalls aufzubringen. Doch die Wahrheit des Urknalls wurde nachgewiesen und die Urknalltheorie wurde in der Welt der Wissenschaft allgemein akzeptiert. |
Im Quran gibt es viele Verse über die Schöpfung des Himmels, der Erde und derer, die zwischen beiden liegen:
| Dies ist Allahs Botschaft. Wir verkünden sie dir in Wahrheit; denn siehe, du bist wahrlich einer der Entsandten. (Sure 2:252 – al-Baqara) Und auch zu dir sandten Wir deutliche Zeichen hernieder, und nur die Frevler leugnen sie. (Sure 2:99 – al-Baqara) |
Obwohl die interstellare?Materie erst 1920 entdeckt worden ist, wurde im Quran vor 14 Jahrhunderten mit der Aussage "ma beynehuma", die in den obenerwähnten Versen als "was zwischen beiden ist" übersetzt wird, auf die Existenz dieser Stoffe hingewiesen.
| |
Es ist unvorstellbar, die Geschwindigkeiten im Universum mit den gewohnten Maßen der Erde zu vergleichen. Die Sterne und die Planeten, die die Masse von Milliarden, Billionen von Tonnen haben, und die riesigen Galaxien und Galaxiegruppen, deren Zahlenwerte nur von Mathematikern verstanden werden können, bewegen sich mit enormer Geschwindigkeit durch den Weltraum.
Die Erde dreht sich mit 1670 km pro Stunde um ihre eigene Achse. Wenn wir uns daran erinnern, dass das schnellste Geschoss eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 1800 km pro Stunde hat, können wir begreifen, wie groß die Rotationsgeschwindigkeit der Erde trotz ihrer riesigen Größe ist.
Die Geschwindigkeit der Erde auf ihrer Bahn um die Sonne beträgt ungefähr das 60fache der Geschwindigkeit des Geschosses: 108.000 km pro Stunde. (Wenn es möglich wäre, ein Fahrzeug herzustellen, das so schnell fahren könnte, würde es in 22 Minuten die Erde einmal umrunden können.)
Diese Zahlen gelten nur für die Erde. Das Sonnensystem ist noch erstaunlicher. Die Geschwindigkeit dieses Systems ist unglaublich. Wenn die Systeme im Universum größer werden, erhöhen sich auch die Geschwindigkeiten. Die Rotationsgeschwindigkeit des Sonnensystems um das Galaxiezentrum beträgt 720.000 km pro Stunde; die Geschwindigkeit des Milchstraßensystems im Weltraum, welche ungefähr 200 Milliarden von Sternen enthält, beträgt 950.000 km pro Stunde.
Diese schwindelerregenden Geschwindigkeiten zeigen uns, dass unser Leben auf der Erde auf einer sehr schwachen Grundlage steht. Normalerweise ist es durchaus möglich, dass in einem solchen komplexen und schnellen System schwere Unfälle auftreten. Aber wie in dem Vers erwähnt wird, gibt es in diesem System keinen Fehler. Denn das Universum ist wie alles andere nicht "selbständig" entstanden und es bewegt sich entsprechend des Gleichgewichts, das von Allah bestimmt worden ist.
Allah verwendet im Quran unterschiedliche Wörter, wenn Er die Himmelskörper wie den Mond, die Sonne und die Sterne erwähnt. Der Unterschied zwischen den Strukturen der Sonne und des Mondes wurde im Quran folgendermaßen erklärt:
| |
| |
Im Universum gibt es ungefähr 200 Milliarden Galaxien und in jeder Galaxie befinden sich durchschnittlich 200 Milliarden Sterne. Viele von diesen Sternen haben Planeten und diese Planeten haben Satelliten. All diese Himmelskörper haben Bahnen, die mit durch genaue Berechnungen bestimmt worden sind. Seit Millionen Jahren folgt jeder Himmelskörper entlang seiner eigenen Bahn in vollkommener Harmonie und Ordnung mit allen anderen. Auch viele Kometen bewegen sich entlang der Bahnen, die für sie bestimmt sind.
Die Umlaufbahnen im Universum sind nicht mit den Bewegungen bestimmter Himmelskörper begrenzt. Unser Sonnensystem, sogar die Galaxien bewegen sich darüber hinaus um die anderen Zentren. Jedes Jahr befinden sich die Erde und das Sonnensystem 500 Millionen Kilometer entfernt von ihrer Position des vorangegangenen Jahres. Es ist berechnet worden, dass sogar eine kleine Abweichung der Himmelskörper von ihren Umlaufbahnen fatale Folgen haben kann, die das System durcheinander bringen würden. Betrachten wir zum Beispiel, was eine 3-Millimeter-Abweichung mehr oder weniger in der Umlaufbahn der Erde verursachen würde:
Während die Erde sich um die Sonne dreht, folgt sie solch einer Umlaufbahn, dass sie alle 18 Meilen nur um 2,8 mm von einem direkten Kurs abweicht. Diese Abweichung der Umlaufbahn, der die Erde folgt, ist peinlich genau, weil bereits eine Abweichung von nur 3 Millimetern von der Umlaufbahn große Katastrophen verursachen würde. Wenn die Abweichung 2,5 Millimeter anstelle von 2,8 Millimetern wäre, dann würde die Umlaufbahn sehr groß sein und wir alle würden erfrieren. Wenn die Abweichung 3,1 mm wäre, dann würden wir sterben, indem wir verbrennen. 6
| | Wie alle anderen Kometen im Universum bewegt sich auch der Halleysche Komet, oben zu sehen, ebenfalls auf einer vorherbestimmten Bahn. Er bewegt sich auf dieser Bahn in vollkommener Harmonie mit den anderen Himmelskörpern. Alle Himmelskörper haben ihre eigenen Bahnen, die mit sehr genauen Berechnungen festgestellt worden sind. Allah, der das gesamte Universum schuf, ist Derjenige, Der diese vollkommene Ordnung hergestellt hat und sie beibehält. |
| |
| |
Es muss daran erinnert werden, dass das Verständnis von Astronomie zu damaliger Zeit ein anderes war. Man nahm an, dass die Welt eine Scheibe ist. Darum basierten alle wissenschaftliche Berechnungen und Erklärungen auf diesem Glauben. Die Quranverse jedoch enthalten Informationen, die wir erst im vergangenen Jahrhundert erlernt haben. Da der Quran das Wort Allahs ist, wurden bei der Beschreibung des Universums die korrektesten Wörter verwendet. In den Quranversen werden Informationen, die wir erst im vergangenen Jahrhundert gelernt haben, schon vor 1400 Jahren gegeben.
| Hätten sie aber geglaubt und wären gottesfürchtig gewesen, so hätten sie besseren Lohn von Allah erhalten. Hätten sie das doch gewusst! (Sure 2:103 - al-Baqara) Weißt du nicht, dass Allahs die Herrschaft der Himmel und der Erde ist und dass ihr außer Allah weder Beschützer noch Helfer habt? (Sure 2:107 - al-Baqara) |
| Die Erde hat alle Attribute, die für das Leben erforderlich sind. Eines von ihnen ist die Atmosphäre, die als ein Schild dient, der lebende Existenzen schützt. Es ist eine Tatsache, dass die Atmosphäre aus unterschiedlichen Schichten besteht, die übereinander liegen. Genau wie es im Quran beschrieben wird, besteht die Atmosphäre aus sieben Schichten. Dies ist zweifellos eins der Wunder des Quran. |
| |
Die untenerwähnten Verse geben uns Informationen bezüglich der 7 Schichten:
Dass diese Kenntnisse, die ohne die Technologie des 20. Jahrhunderts nie bestimmt werden könnten, im Quran ganz offenbar mitgeteilt werden, der vor 1400 Jahren hinabgesandt worden ist, ist ein weiteres großes Wunder.
Allah lenkt unsere Aufmerksamkeit im Quran auf eine sehr interessante Eigenschaft des Himmels:
| Die Magnetosphäre, gebildet durch das magnetische Feld der Erde, dient als ein Schild, der die Erde vor Himmelskörpern, den schädlichen kosmischen Strahlen und vor Partikeln schützt. In der obenstehenden Abbildung ist die Magnetosphäre, die auch als Van-Allen-Strahlungsgürtel bezeichnet wird, zu sehen. Diese hoch ionisierte Strahlung tausende Kilometer über der Erde schützt das Leben auf der Erde vor der tödlichen Energie, die es aus dem Weltraum erreichen würde. All diese wissenschaftlichen Entdeckungen belegen, dass die Welt in einer ganz besonderen Weise geschützt wird. Die wichtige Tatsache ist, dass vor 1400 Jahren dieser Schutz im Quran mit dem Vers "Wir machten den Himmel zu einem wohlbehüteten Dach" bekannt gegeben wurde. |
Die schützende Funktion der Atmosphäre endet hier nicht. Die Atmosphäre schützt auch die Erde vor der Kälte des Weltraums, die minus 273 Grad Celsius beträgt.
Es ist nicht nur die Atmosphäre, die die Erde vor schädlichen Effekten schützt. Zusätzlich zur Atmosphäre dient der Van-Allen-Gürtel als eine Schutzschicht, die durch das magnetische Feld der Erde als Schild gegen die unseren Planeten bedrohende schädliche Strahlung verursacht wird. Diese Strahlung, die ständig durch die Sonne und andere Sterne ausgestrahlt wird, ist für Menschen tödlich. Wenn der Van-Allen-Gürtel nicht existieren würde, würde durch die Energieexplosionen, die häufig auf der Sonne auftreten, alles Leben auf der Erde zerstört.
| Die meisten Menschen, die den Himmel betrachten, denken nicht an den schützenden Schild der Atmosphäre. Sie denken nicht daran, was für ein Platz die Erde wäre, wenn dieser Schild nicht existieren würde. Das Foto oben zeigt einen riesigen Krater, der durch einen Meteor verursacht wurde, der in Arizona - USA einschlug. Wenn die Atmosphäre nicht existieren würde, würden Millionen Meteoriten auf die Erde fallen und die Erde würde zu einem unbewohnbaren Ort werden. Doch der schützende Schild der Atmosphäre lässt Pflanzen, Mensch und Tier in Sicherheit überleben. Dies ist ohne Zweifel ein Schutz von Allah für die Menschen und ein weiteres Wunder, das im Quran erwähnt wird. |
In der Tat hat die Erde die höchste Dichte unter den Planeten in unserem Sonnensystem. Der Nickel Eisen-Kern der Erde ist für ein großes magnetisches Feld verantwortlich. Dieses magnetische Feld produziert den Strahlungsschild in Form des Van-Allen-Gürtels, der die Erde vor hoher Strahlungsintensität schützt. Wenn dieses Schild nicht wäre, würde das Leben auf der Erde nicht möglich sein. Der einzige andere Planet, der über ein magnetisches Feld verfügt und aus felsigen Gebieten besteht, ist der Merkur... Doch die Feldstärke seines Magnetfeldes ist 100 mal kleiner als die Feldstärke des Magnetfeldes der Erde. 10
Es wurde berechnet, dass die Energie, die in den letzten Jahren bei Sonnenwinden freigesetzt wurde, der Energie von 100 Milliarden Atombomben des Typs entspricht, der Hiroschima abgeworfen wurde. Noch 58 Stunden nach einem Sonnenwind wurde beobachtet, dass die Nadeln von Kompassen ungewöhnliche Bewegungen anzeigten und 250 Kilometer über der Atmosphäre die Temperatur sich plötzlich auf 2500 °C erhöhte.
Es gibt ein vollkommenes System über der Erde, das uns umgibt und gegen externe Bedrohungen schützt. Die Information, dass der Himmel der Erde als ein schützender Schild dient, wurde uns vor Jahrhunderten im Quran übermittelt.
Obwohl wir es meist nicht bemerken, fallen auch viele Meteoriten auf die Erde. Der Grund, warum diese Meteoriten die Erde nicht schädigen, ist der Widerstand, den die Atmosphäre, die die Erde umgibt, auf die Meteoriten ausübt. Der Meteor kann diesen Widerstand nicht lange aushalten, und er verliert den Großteil seiner Masse, weil er durch die Reibung an den Molekülen der Erdatmosphäre verbrennt. Außer den Versen über die Schutzeigenschaft der Atmosphäre weist Allah auch im folgenden Vers auf diese spezielle Schöpfung hin:
| Der Meteoritenschwarm der Geminiden wird jedes Jahr in der zweiten Woche des Dezembers am stärksten beobachtet. Die kurzen Linien, die in der Abbildung nebenan zu sehen sind, sind Spuren, die zu den Sternen gehören; die langen Linien gehören zu den Meteoren. Die Meteoriten die in der Abbildung zu sehen ist, sind mit einer Dichte von 58 Steinen pro Stunde auf die Erde gefallen. |
Wie bekannt ist, besteht die Atmosphäre, die die Erde umgibt, aus mehreren Schichten. Jede Schicht dient einem wichtigen Zweck zugunsten des Lebens. Jetzt überprüfen wir mit einigen Beispielen diese Funktion der Schichten, die um die Erde herum angeordnet sind.
|
Diese Eigenschaft, die erst kürzlich entdeckt wurde, wurde vor Jahrhunderten im Quran verkündet und dies zeigt wieder, dass er das Wort von Allah ist.
Eine der Informationen, die im Quran über die Erde gegeben werden, ist die Ähnlichkeit der Erde mit dem Himmel, der sieben Schichten hat.
| |
2. Schicht: Lithosphäre (fest)
3. Schicht: Asthenosphäre
4. Schicht: oberer Erdmantel
5. Schicht: unterer Erdmantel
6. Schicht: äußerer Kern
7. Schicht: innerer Kern
Das Wort ""Lithosphäre" stammt vom Wort lithos, das auf Griechisch "Felsen" bedeutet. Sie ist der oberste Gesteinsmantel der Erde. Im Vergleich mit anderen Schichten ist sie sehr dünn. Die Lithosphäre ist unter den Ozeanen und in den Gebieten, die vulkanisch aktiv sind, noch dünner. Die durchschnittliche Dicke dieser Schicht der Erde ist 80 km. Sie ist kälter und solider als die anderen Schichten; aus diesem Grund wirkt sie wie eine Schale für die Erde.
Unter der Lithosphäre befindet sich die Asthenosphäre, deren Name vom Wort Asthenes stammt, das auf Griechisch schwach heißt. Diese Schicht ist noch dünner als die Lithosphäre und sie ist eine bewegliche Schicht. Diese Schicht besteht aus heißen, halbfesten Materialien, die wegen der hohen Temperatur und dem hohen Druck weich werden und schmelzen können. Es wird angenommen, dass die solide Lithosphäre über der Asthenosphäre schwimmt, die sich langsam bewegt. 12 Unter diesen Schichten gibt es eine weitere Schicht mit einer Dicke von 2.900 Kilometern, die Erdmantel genannt wird, der bei hoher Temperatur aus halb-soliden Felsen besteht. Der Erdmantel, der mehr Eisen, Magnesium und Kalzium als die Schale enthält, ist heißer und dichter; denn die Wärme und der Druck innerhalb der Erde wachsen mit zunehmender Tiefe.
Im Zentrum der Erde befindet sich der Kern, der fast zweimal dichter als der Mantel ist. Der Grund für diese Dichte ist, dass es innerhalb des Kerns einen höheren Metallanteil (Eisen-Nickel Gemisch) als Gestein gibt. Der Kern der Erde besteht aus zwei verschiedenen Teilen: Der erste ist der flüssige äußere Kern, der eine Dicke von 2200 Kilometern hat; der andere ist ein solider innerer Kern, mit einer Dicke von 1250 Kilometern.
Es ist sicherlich eines der vielen wissenschaftlichen Wunder des Qurans, dass die Ähnlichkeit der Erdschichten mit dem Himmel mitgeteilt worden ist, die lediglich mit der Technologie des 20. Jahrhunderts festgestellt werden könnte.
Im Quran wird auf eine sehr bedeutende geologische Funktion der Berge aufmerksam gemacht:
Früher wurde angenommen, die Berge seien nur Anhöhen der Erdoberfläche. Wissenschaftler stellten jedoch inzwischen fest, dass die Berge nicht nur Anhöhen auf der Erde sind, sondern dass sie sich mitunter 10-15 mal weiter als ihre Höhe über dem Erdboden ausdehnen. Mit diesen Eigenschaften haben die Berge die Funktion von Nägeln oder Pflöcken, die z.B. ein Zelt am Boden befestigen. Der Mount Everest, dessen Gipfel 8848 m hoch ist, dehnt sich unterirdisch mehr als 125 km nach unten hin aus. 13
In den Gebirgsmassiven, dort wo die Kontinente dicker sind, dringt die Erdrinde zum Mantel hin ein. 17
Einer der weltbekannten Unterseegeologen Prof. Siaveda gab den folgenden Kommentar ab, als er davon sprach, dass die Berge in der Erde "verwurzelt" sind:
Der fundamentale Unterschied zwischen kontinentalen und ozeanischen Gebirgen besteht in ihrem Material. Kontinental-Berge bestehen im wesentlichen aus Sedimenten, während ozeanische Berge aus vulkanischem Gestein bestehen. Kontinentale Berge entstanden durch starke Kompressionskräfte, ozeanische Berge dagegen durch starke expansive Kräfte. Was beide gemeinsam haben, sind Fundamente, Wurzeln gewissermaßen, weit nach unten hin fortsetzen und durch die sie in ihrer Position gehalten werden. Im Falle kontinentaler Gebirgsmassive bestehen diese "Wurzeln" aus sehr leichtem Material geringer Dichte, bei ozeanischen Gebirgen bestehen sie aus dichterem, schwererem Material, doch dieses ist sehr heiß und deswegen dehnt es sich aus. Beide erfüllen aber dieselbe Aufgabe, die darin besteht, die Bergmassive zu fixieren, was in diesem Fall auf dem Prinzip des Archimedes beruht, einem grundlegenden Satz der Hydrostatik, nachdem ein in eine Flüssigkeit eingetauchter Körper scheinbar so viel von seiner Gewichtskraft verliert, wie die von ihm verdrängte Flüssigkeit wiegt. Dadurch entsteht ein Auftrieb, der die Gebirge auf dem heißen, flüssigen Magma schwimmen lässt. 18
| O ihr, die ihr glaubt! Gebt euch Allah ganz und gar hin und folgt nicht den Fußstapfen des Satans; siehe, er ist offenkundig euer Feind. (Sure 2:208 - al-Baqara) Siehe, die, welche glauben und für Allahs Sache auswandern und streiten, sie hoffen wirklich auf Allahs Barmherzigkeit; und Allah ist verzeihend und barmherzig. (Sure 2:218 - al-Baqara) |
Im Quran wird die Rolle der Berge durch einen Vergleich mit dem Pflock unterstrichen:
Gebirge fixieren also die tektonischen Platten der Erdkruste, indem sie sich an den Berührungslinien dieser Platten befinden, wo sie sich nach oben und weiter noch nach unten hin ausdehnen. Auf diese Weise verhindern sie, dass die Erdkruste unkontrolliert auf der Magmaschicht treibt. Kurz, wir können die Berge mit Nägeln vergleichen, die Holzbretter zusammenhalten.
Dieser Fixierungseffekt der Berge wird in der wissenschaftlichen Literatur als Isostasie bezeichnet. Isostasie ist eine Theorie, nach der die Massemenge zwischen Erdmittelpunkt und Erdkruste an jedem Punkt gleich ist.
Wir wissen heute, das unsere Erdkruste aus verschiedenen Platten, besteht, die auf der flüssigen Magma des Erdmantels schwimmen. Wenn es Fixierungsfunktion der Berge nicht gäbe, würden die Platten wegen der hohen Rotationsgeschwindigkeit der Erde zum Äquator hin gedrückt, was große Verschiebungen auf der Erdoberfläche hervorrufen würde. In solch einer Lage würde sich kein Mutterboden auf der Erdoberfläche halten können, kein Wasser, es könnten keine Pflanzen wachsen, man könnte keine Strassen oder Häuser bauen, das Leben auf der Erde, so wie wir es kennen, würde kaum möglich sein.
Wie ersichtlich ist, wurde die lebenswichtige Rolle der Gebirge, die durch die moderne Geologie und durch seismische Messungen entdeckt wurde, im Quran als Beispiel der absoluten Weisheit von Allahs Schöpfung aufgedeckt. In einem anderen Vers sagt Allah folgendes:
| |
| Er ist der Schöpfer der Himmel und der Erde, und wenn Er eine Sache beschließt, spricht Er nur zu ihr "Sei" und sie ist. (Sure 2:117 - al-Baqara) |
Die Erdkruste, die aus dem obersten Erdmantel entstanden ist und eine Dicke von 100 Kilometern hat, besteht aus verschiedenen Schichten. Es gibt sechs Hauptschichten und zahlreiche kleinere Schichten, die die Erdoberfläche bilden. Entsprechend der Theorie, der Schichtentektonik verschieben sich diese Schichten auf der Erde, indem sie die Kontinente und Ozeanböden mit sich tragen. Es ist gemessen worden, dass die Kontinentalverschiebung etwa 1 - 5 Zentimeter pro Jahr beträgt. Solange die Schichten sich in dieser Weise bewegen, erfolgt eine langsame Änderung in der Geographie der Erde. Der Atlantik wird zum Beispiel jedes Jahr etwas breiter. 20
Es muss dabei ein sehr wichtiger Punkt in Betracht gezogen werden: Allah hat die Bewegung der Berge in den Versen als treibende Tätigkeit beschrieben. Heute verwenden Wissenschaftler ebenfalls die Bezeichnung continental drift (Kontinentaldrift) für diese Bewegung. 21
| Die Bewegungen der Kontinente Die Abbildungen links stellen die Position der Kontinente in der Vergangenheit dar. Wenn wir annehmen, dass die Bewegungen der Kontinente in der gleichen Weise fortfahren, so werden sie Millionen Jahre später in der Position sein, die in der Abbildung rechts gezeigt wird. |
Es ist ein weiteres Wunder, dass diese wissenschaftliche Tatsache, die vor kurzem erst entdeckt worden ist, schon im Quran verkündet wurde.
| |
Jemand der sich genau auf dem Äquator befindet wird sehen, dass die Sonne immer genau im Osten aufgeht und genau im Westen untergeht, weil die Sonnenstrahlen auf dieses Gebiet immer im rechten Winkel einfallen. Wenn man beachtet, dass die arabische Halbinsel nicht weit vom Äquator entfernt ist, ist es ganz offenbar, dass es unmöglich ist, dort einen solchen wissenschaftlichen Vorgang durch Beobachtungen zu bestimmen. Denn jemand in dieser Region wird sehen, dass die Sonne immer am selben Punkt aufgeht und immer am selben Punkt untergeht. Die Begriffe in den obigen Versen bezüglich des Ostens und Westens könnten darauf hinweisen, dass die Sonne an verschiedenen Punkten aufgeht und an verschiedenen Punkten untergeht. (Allah weiß am besten.)
Konkrete Beweise, dass Energieexplosionen in der Sonne verursachen, dass Sauerstoff und andere Gase von der äußeren Schicht der Erdatmosphäre in den Raum ausgestrahlt werden, wurden erst kürzlich durch die Raumschiffe der NASA geliefert. Am 24. und 25. September 1998 konnten Wissenschaftler sehen, dass die Erde aus ihren äußeren Schichten der Atmosphäre an Materie verliert. 24
Von einem anderen Gesichtspunkt ausgesehen könnten diese Verse darauf hindeuten, dass die Landmasse der Erde sich verringert.
| 1- Alle 11 Jahre erreichen die Aktivitäten in der sonne einen Höhepunkt. Dann erreichen die Erde hochenergetische pattikeln in Form eines Strahlungsre gens 2-8 Minuten Die Ultraviolette und Röntgen-Strahlen können Rundfunksendungen stören. 3- 30 Minuten Die energiereichen Partikeln können Satelliten und hoch fliegende Jets bedrohen. 4-Zwischen 48 Minuten und 96 Stunden Die enorme Strahlungsaktivität interferiert mit dem Erdmagnetfeld und beeinträchtigt es so schwer, dass Störfälle in Elektrizitätswerken auftreten können. 5-Die MAGNETOSPHÄRE ist eine Region, in der sich das magnetische Feld der Erde im Weltraum auswirkt. Sie ist auf die Sonne zu ungefähr 64.000 km nach außen gewölbt, doch heftige Sonnenstürme können die Magnetosphäre auf bis zu 42.000 km zusammendrücken. Dies kann die Sicherheit von Satelliten beeinträchtigen, die unter normalen Umständen auf ihren Orbitalbahnen durch die Magnetosphäre vor Solarwinden geschützt wären. 6-DER RIESIGE FEUERBALL Riesige Sonnenprotuberanzen schleudern Helium, das in einer Temperatur von 60.000 °C ionisiert wurde, in den Weltraum. |
Eine Nachricht, die in der New York Times veröffentlicht wurde, lautet folgendermaßen:
Das letzte Jahrhundert hindurch hat die durchschnittliche Flächentemperatur der Erde sich um fast 1 Grad Fahrenheit erhöht, die Wärme hat im letzten Vierteljahrhundert zugenommen. Mit Hilfe von Forschungssatelliten und ozeanographischen Beobachtungen ist festgestellt worden, dass die Wärme an den Erdpolen zugenommen hat und die Wahrscheinlichkeit des Abschmelzens der Polkappen steigt. Wissenschaftler am Goddard Weltraumforschungsinstitut der NASA in Manhattan haben die unterseeischen Daten von 1950 bis 1960 mit den Beobachtungen der neunziger Jahre verglichen und bewiesen, dass das die Eiskappe des Nordpols sich um % 45 verkleinert hat. Auch Weltraumphotos zeigen, dass die Eiskruste, die das Gebiet bedeckt, in den vergangenen Jahren in bedeutenden Maßen abgenommen hat. 26
Erfindungen, die erst zum Ende des 20. Jahrhunderts verfügbar wurden, helfen uns, den verborgenen Sinn der Suren 21:44 und 13:41 zu begreifen.
Und beim Himmel mit seiner Wiederkehr; und bei der Erde, die sich spaltet! (Sure 86:11, 12 - at-Tariq) Das arabische Wort "sad'a" im obenerwähnten Vers bedeutet "krachen, sich spalten, abweichen". Allahs Ankündigung der Spaltung der Erde weist wie auch bei den anderen wissenschaftlichen Wundern des Quran auf eine erstaunliche Situation hin.
| In den obigen Abbildungen ist die spaltige Struktur der Erde zu sehen. Das flüssige Magma unter der Erdkruste hat wegen dieser spaltigen Struktur die Möglichkeit, auszufließen; auf diese Weise nimmt die Erdwärme in bedeutendem Maße ab. |
Aus den unterseeischen Spalten in der Erdkruste tritt Magma in die Ozeane aus. Hierdurch werden enorme Wärmemengen freigesetzt. Das erkaltete Magma bildet schließlich die unterseeischen Gebirge in den Ozeanen. Wenn die Erde nicht eine solche Struktur haben würde, die ermöglicht, dass aus der Erdkruste in hohem Maße Wärme freigesetzt wird, würde auf der Erde kein Leben möglich sein. 27
| Wenn die Erde nicht eine solche Struktur haben würde, die ermöglicht, dass große Wärmemengen abgegeben werden können, würde auf der Erde kein Leben möglich sein. |
Eisen ist eines der Elemente, die im Quran genannt werden. In der Sure al-Hadid, was "das Eisen" bedeutet, werden wir wie folgt informiert:
| Eisen |
Erst kürzlich wurde bewiesen, dass alles Eisen, nicht nur unseres Planeten, sondern im gesamten Sonnensystem aus dem äußeren Weltraum stammt. Dies ist so, weil die Sonne kein Eisen erzeugen kann. Die Sonne hat eine Oberflächentemperatur von 6000 Grad Celsius und eine Kerntemperatur von etwa 20 Millionen Grad. Es gibt jedoch viel heißere Sterne, die wir als Nova oder Supernova kennen, in denen die Temperaturen mehrere hundert Milliarden Grad Celsius erreichen, und in diesen Sternen entsteht Eisen. Wenn der Prozentsatz an Eisen in einem solchen Stern eine bestimmte Größe überschreitet, explodiert dieser Stern, und seine Bruchstücke fliegen durchs All, bis sie vom Gravitationsfeld eines anderen Himmelskörpers eingefangen werden. Auf diese Weise gelangte Eisen in unser Sonnensystem und auf unseren Planeten. Dies ist heute eine gesicherte Erkenntnis.30
In einer wissenschaftlichen Quelle gibt es folgende Informationen zu diesem Thema:
Es gibt auch Hinweise, die auf ältere Supernova Ereignisse deuten: Eisen-60, das im Meeresboden angesammelt ist, wird als Beweis einer Supernova-Explosion interpretiert, die vor 5 Millionen Jahren, 90 Lichtjahre von der Sonne entfernt stattfand. Eisen-60... ist ein radioaktives Isotop, das eine Halbwertszeit von 1.5 Millionen Jahren hat. Das Eisen-60-Isotop, das sich in den tiefliegenden Schichten der Erde befindet, entstand nach einer Nukleosynthese der Elemente im nahen Weltraum, erreichte später die Erdatmosphäre und blieb in den Erdschichten stecken.31
| Al-Hadid ist die 57. Sure des Quran. Und der numerische Wert des Wortes "al-Hadid" auf Arabisch ist wiederum 57. Der numerische Wert des Wortes "hadid" allein ist 26. 26 ist auch die Ordnungszahl des Eisens. Allah, der Allmächtige lenkt unsere Aufmerksamkeit mit dem Vers der Sure al-Hadid darauf, wie das Eisen entstanden ist und zeigt uns durch die mathematischen Chiffren, die der Vers enthält, ein wissenschaftliches Wunder. |
Die moderne Astrophysik hat nachgewiesen, dass alle bekannten chemischen Elemente außerhalb des Planeten Erde entstanden sind. Die Formulierung "darüber" im Vers "...Wir sandten darüber das Eisen herab..." könnte auf diese Tatsache hindeuten. Wenn aber besonders die Kenntnisse in Betracht gezogen werden, die erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts erlangt worden sind, ist es bemerkenswert, dass in diesem Vers besonders auf das Eisen hingewiesen wird. Der bekannte Mikrobiologe Michael Denton hebt die besondere Bedeutung des Eisens für alles Leben in seinem Buch Nature's Destiny [Das Schicksal der Natur] folgendermaßen hervor:
Von allen Metallen ist für das Leben keines wichtiger als das Eisen. Die Anhäufung von Eisen um den Mittelpunkt eines Sterns ist es, die eine Supernova auslöst, jene gigantische Explosion, durch die die Atome im Kosmos verteilt werden, die Voraussetzung für alles Leben sind. Es war die Gravitation der Eisenatome im Mittelpunkt der urzeitlichen Erde, die die für ihren ursprünglichen chemischen Zustand notwendige Hitze erzeugte, das Verdampfen der frühen Atmosphäre bewirkte und schließlich die Hydrosphäre bildete. Es ist das geschmolzene Eisen im Erdzentrum, dass wie ein gigantischer Dynamo das Magnetfeld der Erde generiert, welches seinerseits verantwortlich ist für die Existenz des Van Allen Strahlungsgürtels, der die Erdoberfläche vor der zerstörerischen, energiereichen kosmischen Strahlung schützt und die lebenswichtige Ozonschicht bewahrt...
Ohne das Eisenatom gäbe es kein auf Kohlenstoff basierendes Leben im Kosmos; keine Supernova, keine Erwärmung der frühen Erde, keine Atmosphäre, keine Hydrosphäre. Es gäbe kein schützendes Magnetfeld, keinen Van Allen Gürtel, keine Ozonschicht, kein Metall um Hämoglobin zu bilden, kein Metall um die extreme chemische Reaktionsfähigkeit des Sauerstoffs zu bremsen und keinen auf Oxidation basierenden Stoffwechsel.
Die faszinierende, enge Beziehung zwischen Leben und Eisen, zwischen der roten Farbe des Blutes und dem Sterben eines unendlich weit entfernten Sterns, zeigt nicht nur die Bedeutung von Metallen für die Biologie, sondern vielmehr die Biozentrizität des gesamten Kosmos...32
Aus diesen Erklärungen ist die Bedeutung von Eisen leicht zu ersehen. Dass im Quran besonders auf das Eisen hingewiesen wird, unterstreicht die Wichtigkeit dieses Elements. Des Weiteren ist interessant, dass der 25. Vers der Sure al-Hadid zwei mathematische Chiffren enthält. Al-Hadid (das Eisen) ist die 57. Sure des Quran. Und der numerische Wert des Wortes al-Hadid auf Arabisch ist wiederum 57. (Für mehr Informationen über die arabischen Abjad Berechnungen siehe das Kapitel Die Abjad Berechnung im Quran)
Der numerische Wert des Wortes "hadid" allein ist 26, und 26 ist auch die Ordnungszahl des Eisens im Periodensystem der chemischen Elemente.
Heute ist die Relativität der Zeit eine nachgewiesene wissenschaftliche Tatsache. Sie wurde durch die Relativitätstheorie von Albert Einstein in den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts entdeckt. Bis zu diesem Zeitpunkt wussten die Menschen nicht, dass die Zeit eine relative Größe ist und abhängig ist von Position und Geschwindigkeit des Beobachters. Mit einer Ausnahme: der Quran umfasste Informationen über die Relativität der Zeit. Einige Verse dazu sind die folgenden:
...Jedes Partikel hat seine entgegengesetzt geladenen Anti-Partikeln. Die Unschärferelation erklärt uns, dass die Existenz und die Vernichtung dieser Partikel-Paare überall und immer gleichzeitig geschehen. 33
Ein anderes Beispiel für die Symmetrie in der Schöpfung sind die Pflanzen. Botaniker haben erst vor 100 Jahren entdeckt, dass die Pflanzen auch ein Geschlecht haben. 34 Es wurde jedoch vor 1400 Jahren im Quran darüber informiert, dass auch die Pflanzen paarweise hervorgebracht worden sind.
| Alle Elementarteilchen im Universum haben antimaterielle Gegenstücke. Die Antimaterie besitzt dieselbe Masse, aber sie ist gegensätzlich geladen. Aus diesem Grund vernichten sich Materie und Antimaterie, wenn sie aufeinander treffen, indem sie sich in Energie umwandeln. |
| |
| |
Bis vor etwa 80 Jahren wurde angenommen, dass die kleinsten Teilchen, welche ein Atom bilden, Protonen und Neutronen waren. Seitdem wurde jedoch entdeckt, dass es innerhalb des Atoms noch kleinere Teilchen gibt, die die wirklichen Elementarteilchen bilden. Ein Wissenschaftszweig namens "Quantenphysik" entstand, die diese "subatomaren Teilchen" innerhalb des Atoms und ihre Bewegungen erforscht. Der Wissenschaftszweig der Quantenphysik hat unter anderem ergeben, dass die Protonen und Neutronen, die das Atom bilden, tatsächlich aus subatomaren Teilchen bestehen, die "Quarks" genannt werden. Die Größe der Quarks, die die Protonen bilden, ist unvorstellbar klein: 10-18 (0, 000.000.000.000.000.001) Meter. 35
Ein sehr wichtiger Punkt muss hier beachtet werden. Es wurde in diesen Versen bezüglich des Wortes zerre besonders auf das Gewicht hingewiesen. Das Wort "miskal" in der Aussage "miskale zerretin" (das Gewicht eines Stäubchens), die im Vers erwähnt wird, bedeutet das Gewicht. Man weiß heute, dass die Elementarteilchen wie Protonen, Neutronen und Elektronen, aus denen das Atom besteht, gleichzeitig die Verbindungen sind, die das Gewicht des Atoms bestimmen. Aus diesem Grund ist es ein erneutes wissenschaftliches Wunder des Quran, dass nicht auf die Größe oder eine andere Eigenschaft des "Stäubchens" sondern auf sein Gewicht hingewiesen wird.
| 1) Materie besteht aus Atomen, die von einer elektromagnetischen Kraft zusammengehalten werden, um die Moleküle zu bilden. Indem diese Moleküle zusammen kommen, bilden sich feste Körper, Flüssigkeiten und Gase. 2) Atome bestehen aus einem dichten Kern, der von einer Elektronenwolke umgeben ist. Was den Kern und die Elektronen zusammenhält, ist die elektromagnetische Kraft. 3) Der Atomkern besteht aus Protonen und Neutronen, die miteinander durch starke elektrische Kräfte verbunden sind. 4) Jedes Proton und Neutron besteht aus 3 Quarks, die aneinander gebunden sind. |
Im 20. Jahrhundert wurden viele neue Forschungen über die Himmelskörper im Universum angestellt. Eine Art dieser Himmelskörper, die erst neu entdeckt wurde, sind die schwarzen Löcher. Sie entstehen dann, wenn ein Stern, dessen atomarer Brennstoff verbraucht ist, unter der Einwirkung der Gravitationskräfte, die von seiner eigenen Masse verursacht werden, den Gravitationskollaps erleidet, was bedeutet, das er unter seinem eigenen Gewicht in sich zusammenstürzt. Dadurch entsteht eine Masse von unendlicher Dichte bei extrem kleinen Volumen, die jedoch ein so extrem starkes Gravitationsfeld aufweist, dass selbst Lichtstrahlen ihm nicht entkommen können. Deswegen können wir ein schwarzes Loch sogar mit größten Teleskopen nicht sehen. Der zusammengeschrumpfte Stern kann nur mit seiner Wirkung auf seine Umgebung wahrgenommen werden. Allah weist auf dieses Thema hin, indem Er in der Sure al-Waqi'a bei den Plätzen der Sterne schwört:
| |
| Bei dem Himmel und dem sich bei Nacht Einstellenden! Doch was lässt dich wissen, was das sich bei Nacht Einstellende ist? Es ist ein Stern von durchdringender Helligkeit. (Sure 86:1-3 - at-Tariq) |
| Wie im Schema zu sehen ist, befinden sich die Wellenlängen, die die Menschen wahrnehmen können, in einem ganz schmalen Abschnitt des elektromagnetischen Spektrums. Die anderen Wellenlängen bedeuten für den Menschen Finsternis. |
Nicht alle Sterne und weitere Lichtquellen im Universum senden die gleiche Art Strahlung aus. Diese unterschiedlichen Arten von Strahlung werden entsprechend ihrer Wellenlänge klassifiziert. Das gesamte Spektrum der elektromagnetischen Wellen reicht von der Gammastrahlung (10-8 Nanometer) bis zu den Radiowellen (bis zu 100 km). Der Unterschied in diesem Spektrum zwischen der kleinsten Wellenlänge der Gammastrahlung und der die größten Wellenlängen besitzenden Radiowellen ist 1025. Dabei sind die Strahlen der Sonne auf einen sehr schmalen Abschnitt dieses Spektrums begrenzt.
Man kann sich kaum etwas unter einer Zahl dieser Größe vorstellen, und so wollen wir einige Vergleiche anstellen. Wenn man von 1 bis 1025 zählen wollte, und dies Tag und Nacht täte, würde man dazu 100 Millionen mal länger als das Alter der Erde brauchen! Die verschiedenen Wellenlängen der im Weltall vorkommenden elektromagnetischen Energie erstrecken sich also über ein enormes breites Spektrum. 70 % der Sonnenstrahlung umfassen Wellenlängen von 0.3 bis 1.5 Mikron und innerhalb dieser schmalen Bandbreite gibt es drei Arten von Licht: sichtbares, infrarotes und ultraviolettes Licht. Diese Strahlung, die als 'sichtbares Licht' bekannt ist, macht 41 % des Sonnenlichts aus.
Wie erwähnt bilden die Wellen, die wir mit unseren Augen sehen können (sichtbares Licht), nur einen ganz kleinen Teil des elektromagnetischen Spektrums. Außer in diesem schmalen Abschnitt sind wir Menschen auf allen anderen Wellenlängen blind. 36
| |
Wenn wir beachten, dass die Elektrizität eine der größten Entdeckungen der Weltgeschichte ist und dass die ganze Welt mit den Glühbirnen, die durch die elektrische Energie funktionieren, beleuchtet wird, ist es möglich, dass der Vers auf diese wichtige Entdeckung hinweist. (Allah weiß am besten.)
Eine andere Erklärung dazu kann die folgende sein: Die Beschreibungen im Vers mögen auf das Licht verweisen, das als Resultat der Kernfusionen in den Sternen entsteht. Die Sterne sind überaus heiße, leuchtende, rotierende Gaskugeln, die in großen Mengen Wärme und Licht ausstrahlen. Große Sterne stürzen irgendwann, unter ihren eigenen Schwerkraft in sich zusammen (Gravitationskollaps). Aus diesem Grund werden ihre Zentren immer dichter und heißer. Wenn die Materie im Zentrum des Sterns heiß genug geworden ist, mindestens 10 Millionen Grad Celsius, beginnt die Kernfusion von selbst. Was innerhalb eines Sterns geschieht, ist die Umwandlung von Wasserstoff in Helium durch Kernfusion. Oberhalb von 10 Millionen Grad Celsius bilden 4 Protonen unter katalytischer Beteiligung eines Kohlenstoffkerns und unter Abgabe von 2 Positronen einen Heliumkern (4He); je Gramm gebildeten Heliums wird dabei eine Energie von ca. 170.000 kWh freigesetzt. Diese Energie wird von der Oberfläche des Sterns in Form von Licht und Wärme abgestrahlt. Dieatomare Fusionsreaktion dauert an, bis der gesamte Wasserstoffvorrat des Sterns vollständig verbraucht ist.
Da bei der Fusionsreaktion in den Sternen kein Sauerstoff beteiligt ist, entsteht kein übliches Feuer wie bei einem brennenden Stück Holz. Die enorme Temperatur der Sterne ergibt sich nicht aus einem konventionell brennenden Feuer. Der Vers weist auf diese Art des Brennens hin. Wenn wir bedenken, dass im Vers ein Stern, sein Brennstoff und ein Brennen ohne Flammen -nämlich eine Atomreaktion- erwähnt ist, ist es möglich, dass der Vers auf die Entstehung des Lichtes in den Sternen und auf die Art seines Brennens hinweist. (Allah weiß am besten.)
Wolken können unglaublich schwer werden. Beispielsweise tragen die "Kumulonimbus" Sturmwolken Wassermengen mit einem Gewicht bis zu 300.000 Tonnen. Eine "Ordnung", in der eine 300.000 Tonnen schwere Masse am Himmel schweben kann, ist wirklich erstaunlich. In anderen Versen des Quran wird auf das Gewicht der Wolken folgendermaßen hingewiesen:
Allah teilt uns im Quran mit, dass der Regen nur in Maßen auf die Erde fällt. Diese Tatsache wird in der Sure az-Zukhruf folgendermaßen erwähnt:
| |
| Die Menge des Wassers, das verdampft und in Form von Regen zur Erde zurück fällt, ist konstant. Sie beträgt 16 Million Tonnen. Diese konstante Menge wird im Quran durch den Ausdruck "Wasser in (gebührendem) Maße" erklärt. Die Beständigkeit dieser Quantität ist für den Erhalt des ökologischen Gleichgewichts und folglich für alles Leben sehr wichtig. |
Wie ersichtlich ist, wurde im Quran auf einem genauen Maß bezüglich des Regens hingewiesen, das die Menschen vor 1400 Jahren nicht wissen konnten.
Es war ein großes Geheimnis für die Menschen, wie der Regen entsteht. Nach der Erfindung des Wetterradars wurde bekannt, durch welche Stadien der Regen gebildet wird. Regen entsteht in drei Stadien. Zuerst verdunstet Wasser von der Erdoberfläche und steigt mit Hilfe des Windes nach oben. Später bilden sich daraus Wolken und schließlich entstehen Regentropfen, die zur Erde zurückfallen. Die Informationen im Quran über die Entstehung des Regens verweist genau auf diesen Prozess. In einem Vers wird diese Entstehung auf diese Art beschrieben:
DIE ERSTE PHASE: "Allah ist es, Der die Winde entsendet..."
| In dieser Abbildung ist zu sehen, wie die Luftblasen, die durch das Schäumen der Ozeane entstehen, in die Atmosphäre aufsteigen. Dies ist das erste Stadium bei der Entstehung des Regens. Die Wasserpartikel, die sich bilden, schweben in der Luft und verdichten sich; so entsteht der Regen. All diese Stadien werden in den Versen vollständig mitgeteilt. |
DIE ZWEITE PHASE: "...und die Wolken aufziehen lässt; und Er breitet sie am Himmel aus; wie Er will und zerreißt sie in Fetzen..."
Durch den Wasserdampf, der an den Salzkristallen oder den Staubkörnchen in der Luft kondensiert, bilden sich die Wolken. Da die Wassertropfen in den Wolken mit ihrem Durchmesser von 0.01 bis 0.02 mm sehr klein sind, schweben sie in der Luft und breiten sich am Himmel aus. So bedeckt sich der Himmel mit Wolken.
DIE DRITTE PHASE: "...Dann siehst du den Regen mitten aus ihnen hervorbrechen..."
Die Wasserpartikel, die an den Salzkristallen oder den Staubkörnchen ansammeln, kondensieren und bilden Regentropfen. Auf diese Weise sondern sich die Tropfen, die schwerer als die Luft werden, von der Wolke ab und fallen in Form vom Regen auf die Erde zurück.
Wie wir gesehen haben, wird jedes Stadium der Entstehung des Regens in den Versen des Quran erwähnt. Außerdem werden diese Stadien genau in der richtigen Reihenfolge erklärt. Geradeso wie bei vielen anderen natürlichen Phänomenen auf der Erde gibt Allah die korrekteste Erklärung für dieses Phänomen und Er machte diese Tatsache schon vor Jahrhunderten bekannt, bevor die Menschen sie entdecken konnten.
In einem anderen Vers werden die folgenden Informationen über die Entstehung des Regens gegeben:
1. Phase, "blasen": Die Wolken werden entlang getragen, d.h. sie werden entlang, durch den Wind gezogen.
2. Phase, "zusammenballen": Die kleinen Wolken (Kumulonimbus) ballen sich zusammen und bilden die größeren Wolken. 38
3. Phase, "übereinander schichten": Wenn die kleinen Wolken sich zusammen verbinden, erhöht sich aufwärts die Anziehungskraft. Diese Anziehungskraft in der Mitte der Wolke ist stärker als jene nahe der Ränder. Diese Anziehungen veranlassen den Wolkenkörper, vertikal zu wachsen, also die Wolken werden übereinander geschichtet.
Dies bewirkt, dass der senkrecht gewachsene Körper der Wolke sich in die kühleren Regionen der Atmosphäre ausdehnt. Genau an diesem Punkt beginnen in den kühleren Regionen der Atmosphäre innerhalb der Wolken die Wasser- und Hageltropfen größer zu werden. Wenn diese zu schwer werden, fallen sie aus der Wolke als Regen bzw. Hagel auf die Erde. 39
| A) Die kleinen Wolken (Kumulonimbus) (B) Die Anziehungskraft in den größeren Wolken, die sich bilden, wenn die kleinen Wolken sich zusammenballen, wird stärker, daher häufen sich die Wolken auf. |
| Die Wolken, die nach oben breiter übereinander geschichtet werden, erreichen kühlere Regionen der Atmosphäre, da sie vertikal wachsen. In den kühleren Regionen der Atmosphäre beginnen die Wasser- und die Hageltropfen zu wachsen. Wenn die Tropfen des Wassers und des Hagels zu schwer werden, fallen sie als Regen, Hagel oder Schnee aus der Wolken. Diese wissenschaftliche Tatsache wurde im 43. Vers der Sure an-Nur vor 14 Jahrhunderten von Allah verkündet: "... und einmal übereinander schichtet? Und du siehst den Regen mitten herausströmen." |
Der Quran macht uns auf die belebende Wirkung von Regen in vielen Versen aufmerksam:
Auf diesem Wege fallen auf jeden der Kontinente 150 Millionen Tonnen Dünger pro Jahr. Wenn es diese natürliche Düngung nicht gäbe, würden viel weniger Pflanzen auf der Erde gedeihen. Diese Eigenschaft des Regens, die im Quran erwähnt wird, ist nur eines der zahlreichen Wunder des Quran.
| Die Elektrische Ladung in der Gewitterwolke entsteht wegen der ständigen Spaltung der Regentropfen. Immer wenn ein Tropfen zerplatzt, geht die positive Ladung den oberen Teil der Wolke hinauf, die negative Ladung bleibt im unteren Teil. Dadurch reagiert die positiv geladene Erdoberfläche mit der negativ geladenen Unterseite der Wolke und der Blitz entsteht. Hagel entsteht, wenn feuchte, in Bodennähe erwärmte Luftmassen senkrecht nach oben steigen. Dabei kühlen sie sich ab. Die feinen Tröpfchen kondensieren zu Eiskristallen und werden immer schwerer. Sie sinken in die Tiefe, dabei lagern sie ständig weitere kalte Wassertropfen an, so dass zunächst ein Graupel und schließlich ein Hagelkorn entsteht. |
| Und der Donner lobpreist Ihn ebenso wie die Engel, in Ehrfurcht vor Ihm. Und Er sendet die donnernden Blitze und trifft mit ihnen, wen Er will. Und doch streiten sie über Allah, wo Er doch alleine die Macht hat, alles zu verwirklichen, was Er will. (Sure 13:13 – ar-Ra’d) |
Im untenstehenden Vers wird auf die Beziehung der Regenwolken zu Blitzen und auf die Ursache dieser Effekte hingewiesen, so dass diese Verse mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen genau übereinstimmen:
Alles, was die moderne Wissenschaft über die Entstehung der Wolken, über die Ursachen des Donners und Blitzes sagt, befindet sich in großer Harmonie mit allen Beschreibungen der Quranverse.
In einem Quranvers werden die befruchtenden Winde erwähnt und es wird gesagt, dass infolgedessen der Regen entsteht.
Diese Funktion des Windes arbeitet folgendermaßen: Auf der Oberfläche von Ozeanen und Meeren bilden sich unzählige Luftblasen wegen des schäumenden Wassers. Wenn diese Luftblasen platzen, werden tausende kleiner Partikel, mit einem Durchmesser von gerade einem Hundertstel eines Millimeters, nach oben in die Luft geworfen. Diese Partikel mischen sich mit dem Staub, der im Wind enthalten ist und gelangen zu den oberen Schichten der Atmosphäre. Diese Partikeln, die durch Winde in große Höhen getragen werden, kommen dort in Kontakt mit Wasserdampf. Der Wasserdampf kondensiert an diesen Partikeln und macht sie so zu Wassertröpfchen. Diese Wassertröpfchen kommen zusammen, bilden die Wolken und fallen dann zur Erde in Form von Regen. Wie gesehen, "befruchten" die Winde den Wasserdampf mit den Partikeln, die sie vom Meer tragen und helfen somit schließlich der Anordnung der Regenwolken.
| Die Abbildung oben zeigt die Stadien der Entstehung einer Welle. Wellen werden durch den Wind |
Der wichtigste Punkt hier ist, dass diese kritische Rolle des Windes bei der Entstehung des Regens vor Jahrhunderten im Quran angegeben wurde, zu einer Zeit, als die Menschen sehr wenig über natürliche Phänomene wussten.
Die Rolle des Windes bei der Befruchtung der Pflanzen ist eine andere Kenntnis, die in dem Vers bezüglich der befruchtenden Eigenschaft des Windes mitgeteilt wird. Viele Pflanzen auf der Erde stellen den Fortbestand ihrer Spezies dadurch sicher, dass sie ihre Pollen durch den Wind verteilen lassen. Viele Samen-Pflanzen, Nadelbäume, Palmen, auch alle blühenden Pflanzen, wiesenartige Gräser werden durch den Winden befruchtet. Die Befruchtung erfolgt, in dem der Wind den Blütenstaub von den Pflanzen nimmt und ihn auf gleichartige Pflanzen weht.
Bis vor kurzer Zeit war es dem Menschen unbekannt, wie der Wind die Pflanzen befruchtet. Nachdem entdeckt worden war, dass auch die Pflanzen Geschlechter haben, wurde verstanden, dass der Wind eine befruchtende Wirkung hat. Auf diese Tatsache wird im Quran mit dem Vers "Und von Himmel senden Wir Regen herab und lassen jede herrliche Gattung auf ihr sprießen." (Sure 31:10 - Luqman) hingewiesen.
Das Interessante daran ist: obwohl zwischen den Polen und dem Äquator ein großer Druck- und Temperaturunterschied herrscht, ist unsere Erde in der Regel keinen starken Winden ausgesetzt. Wenn die großen Luftströmungen zwischen dem Äquator und den Polen ungehindert fließen könnten, wäre die Erde ein toter Planet, auf dem nur starke Wirbelstürme herrschten.
Das Wort "tasrif" im Ausdruck "tasrifir riyah" im obenerwähnten Vers bedeutet "etwas sehr viel drehen, leiten, anordnen, verteilen". Dies beschreibt die geordneten Bewegungen der Winde ganz genau. Außerdem ist dies eine Erklärung dafür, dass der Wind nicht von selbst planlos weht. Wer die Winde so beherrscht, dass das Leben für die Menschen möglich wird, ist Allah.
Eine der Eigenschaften der Meere, die erst vor kurzem entdeckt worden ist, wird in einem Vers des Qurans wie folgt erklärt:
| Es gibt große Wellen, starke Ströme, Ebbe und Flut im Mittelmeer und im Atlantik. Mittelmeerwasser begegnet dem Atlantik in der Meerenge von Gibraltar. Aber ihre Temperatur, Salzhaltigkeit und Dichte ändern sich nicht. Denn es gibt eine Sperre, die sie trennt. |
Oder wie Finsternisse in einem tiefen Meer: eine Woge überdeckt die andere, und darüber befinden sich Wolken - Finsternisse, die einen über den anderen. Wenn einer seine Hand ausstreckt, sieht er sie kaum. Und wem Allah kein Licht gibt, der hat kein Licht! (Sure 24:40 - an-Nur) Das allgemeine Klima in den tiefen Meeren wird im Buch Oceans wie folgt beschrieben:
Heute wissen wir, dass die Finsternis in den Ozeanen in einer Tiefe von 200 Metern beginnt. Ab dieser Tiefe gibt es fast kein Licht mehr. Unterhalb einer Tiefe von 1000 Metern ist es völlig dunkel. 44
Heute ist es möglich, die geographische Struktur eines Meeres, die Eigenschaften der lebenden Existenzen im Meer, seine Salzhaltigkeit, die Menge des Wassers, seine Fläche und Tiefe zu bestimmen.
| Nach den Messungen, die mit Hilfe der heutigen Technologie durchgeführt wurden, wissen wir, dass 3 % bis 30 % des Sonnenlichts an der Oberfläche des Meeres reflektiert werden. Vom verbleibenden Lichtanteil werden - außer dem blauen Licht - alle Farben des Spektrums nacheinander in den ersten 200 Metern, absorbiert (Abbildung links). Unterhalb einer Tiefe von 1.000 Metern gibt es keinerlei Licht mehr (Abbildung oben). Diese wissenschaftliche Tatsache wurde vor 1400 Jahren im 40. Vers der Sure an-Nur beschrieben. |
Zusätzlich lenkt die Beschreibung im 40. Vers der Sure an-Nur: "...wie Finsternisse in einem tiefen Meer: eine Woge überdeckt die andere, und darüber befinden sich Wolken..." unsere Aufmerksamkeit auf ein anderes Wunder des Quran.
Dieses wissenschaftliche Wunder wird in dem Buch Oceanography, a View of Earth so erklärt:
Die Wissenschaftler haben vor kurzem entdeckt, dass es zwischen unterschiedlichen Schichten interne Wellen gibt. Diese internen Wellen bedecken das tiefe Wasser von Meeren und Ozeanen, weil tiefes Wasser eine höhere Dichte als das Wasser über ihm hat. Interne Wellen fungieren wie Oberflächenwellen. Sie können, gerade wie Oberflächenwellen brechen. Interne Wellen können nicht durch das menschliche Auge gesehen werden, aber sie können ermittelt werden, indem ihre Temperatur- oder Salzhaltigkeitsänderungen in einer bestimmten Region genau untersucht werden. 45
Die Beschreibungen im Quran sind absolut konform mit der oben genannten Erklärung. Ohne Forschung kann man nur die Wellen auf der Oberfläche des Meeres sehen. Es ist unmöglich, die internen Wellen im dem Meer zu erkennen. Jedoch in der 24. Sure an-Nur lenkt Allah unsere Aufmerksamkeit auf eine andere Art Welle, die in den Tiefen der Ozeane auftritt. Zweifellos zeigt diese Tatsache, die die Wissenschaftler erst neulich entdeckt haben, dass der Quran Allahs Wort ist.
| Nebenstehende Abbildung stellt interne Wellen an der Oberfläche, zwischen zwei Wasserschichten mit unterschiedlicher Dichte dar. Die obere Schicht ist dichter als die untere Schicht. Diese Tatsache, die im 40. Vers der Sure an-Nur vor 14 Jahrhunderten erklärt wurde, ist von heutigen Wissenschaftlern erst vor kurzem entdeckt worden. |